projekte
Der zerbrochne Krug von Heinrich v. Kleist
Meine Herrn, die Sache scheint mir ernsthaft.
Ich trage darauf an, bei der Synode anzufragen,
ob das Gericht befugt sei, anzunehmen,
daß Beelzebub den Krug zerbrochen hat.
Richter Adam, seines Zeichen Dorfrichter auf dem Lande bei Utrecht, hat es wahrlich nicht leicht. Er soll den Übeltäter überführen, der Frau Marthes kostbaren Krug zerbrochen hat und war es doch selbst, als er Eve nachstellte und nachts vor ihrem Freund aus dem Zimmer fliehen mußte.
Doch keiner verdächtigt ihn und Eve schweigt, weil Adam droht, ihren Ruprecht in den Krieg zu schicken. Alles wäre bestens, wenn nicht ausgerechnet der Gerichtsrat Walter der Verhandlung beiwohnt, um ihn und seine Rechtsprechung zu überprüfen. So nimmt das wohl bekannteste deutsche Lustspiel seinen turbulenten Lauf.
Seit über 200 Jahren redet sich nun mittlerweile Dorfrichter Adam in Heinrich von Kleists 1806 entstandenem Lustspiel Der zerbrochne Krug um Kopf und Kragen und begeistert noch immer Generationen von Zuschauern mit prallem theatralischem Spektakel, Wortwitz, Situationskomik und Hintersinn.
Grund genug für Schauspiel im Denkmal das wohl bekannteste Stück des modernsten Klassikers der Romantik in seinem 200. Todesjahr auf die Bühne zu bringen. Wie auch in den anderen vier Produktionen zuvor, bietet das Fort Konstantin die perfekte sinnliche und athmosphärische Kulisse, um diesen klassischen Text witzig und unterhaltsam zu einem modernen Oper-Air-Theatervergnügen über allzu menschliche Schwächen und Abgründe zu machen.
Vorstellungstermine und -orte:
Die Premiere ist auf Fort Konstantin am 06. Juli geplant. Weitere Vorstellungen am 08. / 09. / 10. / 14. / 15. / 16. / 17. / 23. / 24. Juli 2011
jeweils um 20.00 Uhr
Fort Konstantin
Am Fort Konstantin / 56068 Koblenz
Karten Tickets unter 0180 - 560 5800, unter info@schauspiel-im-denkmal.de oder bei Koblenz Ticket.


Marlowe.Mörder.Shakespeare.
Ein Theaterstück von Axel Hinz
Basierend auf historischen Fakten und Figuren präsentiert sich Marlowe.Mörder.Shakespeare als unterhaltsamer, wortgewaltiger und komödiantischer Krimi über die beiden größten Dramatiker Englands.
Eine Verbeugung vor diesen beiden Künstlern, eine Hommage an das Elisabethanische Theater und eine Liebeserklärung an das Medium Theater, passend zu atmosphärischen Open-Air-Kulisse von Fort Konstantin.
London im Jahre 1590.
In einer Taverne begegnet der der junge William Shakespeare einer Gruppe schillernder Stückeschreiber, rund um den Star der damaligen Dramatikerzunft, Christopher Marlowe.
Man spottet und stichelt gegen Kollegen, trinkt, tratscht und duelliert sich. Marlowe fordert von Shakespeare Stücke in seinem Sinne; provokant, verstörend und, für den Autor, gefährlich.
Doch Shakespeare verweigert sich und geht seinen eigenen Weg. Aus Rivalität wird Feindschaft bis in den Tod.
Vorstellungstermine und -orte:
Mittwoch 14. Juli 2010 Premiere;
Donnerstag 15. bis Samstag 17. Juli 2010;
dann jeweils immer Mittwochs und Donnerstags 21. und 22. / 28. und 29. Juli / 04. und 05. August 2010
jeweils um 20.00 Uhr
Fort Konstantin
Am Fort Konstantin / 56068 Koblenz
Karten Tickets unter 0180 - 560 5800, unter info@schauspiel-im-denkmal.de oder bei Koblenz Ticket.

Eine Produktion von Schauspiel im Denkmal in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Koblenz mit freundlicher Unterstützung von:


Das Fräulein von Boyneburg
Vom Unglück erfüllter Wünsche
Ein Schauspiel nach einer Sage der Gebrüder Grimm
Auf eine Zeit lebten auf der Boyneburg drei Fräulein zusammen. Der jüngsten träumte in einer Nacht, es sei in Gottes Rat beschlossen, daß eine von ihnen im Wetter sollte erschlagen werden. Morgens sagte sie ihren Schwestern den Traum, und als es Mittag war, stiegen schon Wolken auf, die immer größer und schwärzer wurden...
So beginnt die Sage in der Fassung der Gebrüder Grimm, die den Leser in eine poetische Geschichte über Glück und Unglück, Gottesfurcht und Schicksalsergebenheit einführt.
Die beiden älteren Schwester wollen sich opfern und setzen sich dem Sturm aus. Dieser verschmäht sie und der Jüngsten wird klar: Sie ist es, die von Gott gerufen wird. Sie ergibt sich ihrem Schicksal und wird vom Blitz erschlagen. Fortan wirkt sie in den Ruinen fort als ein guter Geist, der die Bedürftigen reich beschenkt.
Ein armer lebensmüder Schäfer und ein reiche unzufriedene Witwe kreuzen ihren Weg und fast wie im Grimmschen Märchen vom Bauer und dem Butt im Teich scheitern beide je an ihren überzogenen Wünschen.
Das Stück erweist sich beim näheren Hinsehen als eine spannende Parabell über unser modernes Leben. Fragen, auf die ein jeder Mensch einmal stößt, werden gestellt: Was wird, wenn sich all unsere Wünsche erfüllen? Was braucht ein jeder wirklich zum Glück?
In szenischen Bildern und poetischen Momenten, in Gedichten, Liedern und choreographischen Sequenzen wird das Schicksal der Beschenkten verfolgt. Eine sinnliche Moritat über das richtige Wünschen im Leben entspinnt sich vor den Augen des Publikums.
Vorstellungstermine und -orte:
immer Mittwochs und Donnerstags jeweils 20.30 Uhr
(13. / 14. und 20. / 21. und 27. / 28. August 2008)
Fort Konstantin
Am Fort Konstantin / 56068 Koblenz
Karten Tickets unter 0180 - 560 5800 oder unter: info@schauspiel-im-denkmal.de
Ein Produktion von Schauspiel im Denkmal

Myrrdin
und der Junge vom Fluß
Ein Jugendstück von Axel Hinz
Arthur: Wo bin ich hier?
Myrrdin: In der Side, das ist eine Art Geisterwelt.
Arthur: Geisterwelt, sonst noch was? Geisterwelt?
Verdammt nochmal! Was mache ich hier?
Arthur schaut sich um und ist plötzlich in einer Art Geisterwelt, aus der er nicht herauskommt. Mit ihm im Raum ist Myrrdin, der Besitzer des Kiosk, in das er gerade eingebrochen ist. Wer ist dieser Mann, was bedeutet dieser komische Ort, den man im keltischen die Anderwelt nennt und wie zum Teufel kommt man da heraus?
Myrrdin und der Junge vom Fluß ist ein geheimnissvolles Stück über die Suche eines jungen Menschen nach sich selbst, unterstützt durch einen Mann mit dem Namen einer walisischen Legendengestalt aus dem 6. Jhrh., dem Vorbild des Zauberers Merlin aus der Artussage.
Normale Probleme eines heutigen Teenagers werden mit Motiven keltischer Mythologie zu einer poetischen Geschichte verwoben, die von neuen alten Wegen im Umgang mit sich und der Welt erzählt.
Vorstellungstermine und -orte:
23. Februar 2008 (Premiere), Sa. 1. und 8. März 2008 (jeweils 18 Uhr)
Colmantstr. 14-16 · 53115 Bonn
Karten erhältlich an der Museumskasse
telefonisch unter:
0228 / 2070 351
oder info@schauspiel-im-denkmal.de
Ein Produktion von Schauspiel im Denkmal
mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes Bonn

Das Mietshaus 1923
Eine Produktion von Schauspiel im Denkmal
Kein Volk der Welt hat etwas erlebt, was dem deutschen 1923-Erlebnis entspricht. (Sebastian Haffner)
Alle Nationen haben den I. Weltkrieg und seine Folgen erlebt, schreibt der bekannte Historiker Sebastian Haffner, aber keines die phantastische, groteske Übersteigerung von allem, die das Rheinland im Jahr 1923 heimsuchte.
Inmitten dieses grotesken Strudels aus Geldscheinen mit astronomischen Summen, Saboteuren und absurden Separatistenkämpfen versuchen die Bewohner eines Mietshauses über die Runden zu kommen. Eine schwierige Aufgabe, in einer Zeit, in der Deutschland für einige Monate Halt, Moral und vor allem Vernunft verlor.
Mittlerweile gehen die ungewöhnlichen Open-Air Theaterproduktionen von Schauspiel im Denkmal in und um Koblenz herum ins fünfte Jahr. Eine Haussfassade in der Innenstadt, die Straße davor bevölkert mit Menschen aller Art aus den chaotischen Anfängen der Golden Twenties, und schon verwandelt sich der Spielort in das Jahr 1923. Das Mietshaus 1923 verspricht eine spannend-groteske, sinnlich-unterhaltsame Geschichte über Separatisten, Saboteuere, Königstreue, Heldinnen und Helden.
Vorstellungstermine und -orte: (alle Termine jeweils 19 Uhr)
Remagen (Marktplatz vor dem Rathaus) : 01.06. 2007 (Uraufführung)
Adenau (Komturei): 16. 06. 2007
Ahrweiler (Blankertskof): 17. 06. 2007
Koblenz
(Rote-Kreuz-Begegnungsstätte / An der Liebfrauenkirche):
05. 07. 2007
06. 07. 2007
07. 07. 2007
12. 07. 2007
13. 07. 2007
14. 07. 2007
19. 07. 2007
20. 07. 2007
21. 07. 2007

Maria Magdalena - Sommer 2006
Schauspiel von Axel Hinz
Maria Magdalena: Bist du noch sein Jünger, Petrus? Weißt du noch, was du tust?
Palästina um das Jahr 30 n. Chr. Der Wanderprediger namens Jesus, der sich als Gottes Sohn bezeichnet, wird zum Tode verurteilt. Nach seiner Auferstehung steht seine Jüngerschaft vor der schwierigen Aufgabe, sein Erbe anzutreten und seine Botschaft weiterzutragen.
Zwei Jünger, in den Evangelien am häufigsten genannt, spielen dabei die wichtigste Rolle: Petrus und Maria Magdalena. Sie steht für die radikale Fortführung des Wanderpredigertums, er für die Umwandlung der Lehre als Religion mit festen Gemeinden und Strukturen.
Zwei Jünger mit zwei grundverschiedenen Karrieren: Petrus, Gründer der ersten Gemeinde in Jerusalem, steigt vom einfachen Fischer zum ersten Papst auf; Maria Magdalena steigt von der Lieblingsjüngerin Jesus, durch Rufmord seitens der etablierten Kirche, zur Edelhure ab.
Das Stück handelt, immer auf der Basis der vier Evangelien, vom Konflikt dieser zwei Figuren um die wahre Lehre. Eine Auseinandersetzung auf Leben und Tod in einem Drama, das viele Zitate und Gleichnisse der Evangelien plötzlich in einem neuen Licht erscheinen lässt.
Mit Alex Gehrmann (Maria Magdalena) und Wolfgang Nawrot (Petrus) Regie: Axel Hinz
Vorstellungstermine
Florinskirche Koblenz:
01. September 2006 (Premiere) - jeweils 20 Uhr
02. / 08. / 09. September 2006
Lutherkirche Bonn (Reuterstr.):
24. November 2006 - jeweils 20 Uhr
25. November 2006
Karten unter:
www.koblenzticket.de
www.schauspiel-im-denkmal.de
Tel.: 0180 560 580 0
Kartenpreise: 12,- Euro /(erm.) 8,-

Sommer 2005
Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, das wir gerade noch ertragen (Rilke)
Vom 28.Juli bis Ende August 2005 zeigt Schauspiel im Denkmal den bekannten Sagenstoff um Orpheus und Eurydike als Schauspiel auf Fort Konstantin
Auf der Hochzeit von Orpheus und Eurydike erscheint Hymenaeus, ein Freund des Hauses und Schutzgott der Ehe. Sein Auftritt wird von einer Reihe böser Omen begleitet, die sich erfüllen, als der Halbgott Aristeus der Braut nachstellt. Auf der Flucht vor ihm wird Eurydike von einer Schlange gebissen und stirbt. Orpheus beschließt die Rückgabe seiner großen Liebe aus der Unterwelt zu erbitten. Er steigt hinab, vorbei an Charon dem Fährmann und besänftigt mit seinem Gesang, die im Hades lebenden Götter. Seine Bitte wird ihm gewährt, er darf Eurydike mitnehmen, sieht er sich auf dem Weg nach Oben allerdings nach ihr um, ist sie für immer verloren.
Mit "Orpheus und Eurydike" dramatisiert Schauspiel im Denkmal eine der bekanntesten griechischen Sagen. Der Mythos um den thrakischen Sänger Orpheus und seiner Gattin variiert zum einen die großen Menschheitsthemen Liebe, Tod und Wiedergeburt und beleuchtet zum anderen Bedeutung und Grenzen von Kunst in einer profanen und freudlosen Welt. In der traum-haften Atmosphäre des Fort Konstantin, hoch über den Dächern von Koblenz präsentieren wir ein unvergessliches Theatererlebnis: unterhaltsam, spannend und mitreissend.
Ein mythisch-märchenhaftes Schauspiel um die Kraft der Liebe und die Macht der Musik
Matinee am 24. Juli 05, 11.00 Uhr, Fort Konstantin
Vorstellungstermine
26.Juli 2005, 20.00 Uhr- Burg Olbrück, Niederdürenbach Vorpremiere im Rahmen der Nacht der Vulkane
Fort Konstantin: 28./29./30./31. Juli 2005 4./5./6./7./19./20./21./26./27./28. August 2005
Beginn der Vorstellungen 20.30 Uhr, Dauer ca. 3 Std
Für ihre freundliche Unterstützung danken wir:
Koblenz Touristik
Sommer 2004
Im Juli und August 2004 inszeniert Schauspiel im Denkmal ein Theaterprojekt auf der Festung Ehrenbreitstein, das inhaltlich ganz im Zeichen gescheiterter Machtergreifung steht:
Friedrich Schillers "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua", das vom gleichnamigen Grafen erzählt, der in dem oberitalienischen Stadtstaat Genua gewaltsam Herzog werden will. Zu diesem Zweck setzt er sich zum Schein an die Spitze einer republikanischen Verschwörung. Diese scheitert und reißt ihn am Ende selbst mit in den Untergang.
Im Umgang mit historischen Fakten großzügig, geht es Schiller in erster Linie um die persönlichen Motive der Menschen hinter den politischen Akteuren. Seine oftmals unterschätzter "Fiesco" wird so zum psychologischen Krimi um Macht, Mord und Ego.
Die besondere Atmosphäre der Festung Ehrenbreitstein bietet einen eindrucksvollen Rahmen für Schillers Stück. Hohe Mauern umschließen das theatralische Geschehen und eröffnen dem Zuschauer einen Blick auf einen von Zwängen und Konventionen regierten Stadtstaat.
Für Ihre freundliche Unterstützung danken wir:
Koblenz Touristik, Königsbacher Brauerei, Burgen Schlösser Altertümer
Oktober 2004
Zur Ausstellung "Loreley" inszeniert Schauspiel im Denkmal im Oktober 2004 als Koproduktion mit dem Kulturamt Bingen und dem Mittelrhein Museum Koblenz eine Adaption von Grimms "Märchen und Sagen von Nixen und Wassermännern" in den Ausstellungsräumen der Museen.
Vorstellungstermine
01. Oktober 2004 - 19.00 Uhr Mittelrhein Museum Koblenz
02. Oktober 2004 - 17.00 Uhr Mittelrhein Museum Koblenz
16. Oktober 2004 - 19.30 Uhr Historisches Museum am Strom, Bingen
29. Oktober 2004 - 19.00 Uhr Mittelrhein Museum Koblenz
30. Oktober 2004 - 17.00 Uhr Mittelrhein Museum Koblenz

Dezember 2004
Im Dezember 2004 soll in Koblenz ein Weihnachtmärchen für Kinder zur Uraufführung kommen, dessen Vorlage ein Kinderbuch der bekannten Koblenzer Autorin Bine Voigt ist. Eine lustige, spannende aber auch besinnliche Geschichte für Jung und Alt mit den beliebten Figuren Lucie und Lione, bekannt aus dem Koblenzer Kinderstadtführer.
2003
Pressetext
Die Inszenierung von "Romeo und Julia" besticht durch kraftvolle Spielfreude und tolle Darsteller. Hach wie schön kann Liebe sein! So herrlich schwülstig und sülzend, so lebend und leidend. Die Woge der Leidenschaft schlug auf Fort Konstantin über dem Publikum der Inszenierung von "Romeo und Julia" zusammen, das nur zu gerne in Shakespeares Versen ertrank.
Die wohl schönste Liebesgeschichte überhaupt kommt unter freiem Himmel mit selten gesehener Intensität und Kraft daher. Regisseur Axel Hinz nutzt Flächen und Fronten, die Reste der Feste, geschickt aus und lässt seine Darsteller auf einer nahezu unbegrenzt erscheinenden Spielfläche agieren.

... Eine (...) ausgelassene, vor jugendlicher Energie und Spielfreude strotzende Inszenierung, die das Publikum mitten in das Leben der explosiven Hitzkopf Familien Capulet und Montague hineinstrudelt. Kein Bühnengraben trennt die Zuschauer vom Geschehen, sie stehen mit Romeo in der Nacht vor Julias Fenster, sie befinden sich auf dem Kampfplatz
.
Bis in die Nebenrollen hinein spielt das Ensemble äußerste überzeugend, es schafft im Nu die Identifikation mit den Figuren, unerlässlich fürs große Gefühl in der Zuschauerseele
Die Stunden auf Fort Konstantin verrinnen wie im Flug und tosender Applaus ist den Akteuren sicher.
(Rhein Zeitung Koblenz)
|